Demorundbrief mit Aufruf
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe
Genossinnen und Genossen,
seit Anfang des Jahres wird dem Realschullehrer Michael Csaszkóczy die
Einstellung in den Schuldienst verweigert, weil er, so das
Kultusministerium "Zweifel bietet, jederzeit voll einzutreten für die
freiheitliche demokratische Grundordnung". Damit wird die unselige
Berufsverbotspraxis der BRD aus den 70er Jahren wiederbelebt.
Wir rufen deshalb für Samstag, den 23.Oktober 2004 zu einer möglichst
breitangelegten Demonstration in Heidelberg auf, die um 13:00 Uhr am
Bauhaus starten soll.
Wir wissen natürlich, dass vieles für Stuttgart, den Sitz des
baden-württembergischen Kultus-Ministeriums, als Demonstrationsort
gesprochen hätte, haben uns aber dazu entschlossen, zuerst dort zu
demonstrieren, wo Michael unterrichtet hat und lebt und wo bekannt ist,
wofür er politisch einsteht.
Der nachfolgende Aufruf ist bewusst kurz und allgemein gehalten, damit
er für viele verschiedene Gruppen konsensfähig ist, da wir es nicht
praktikabel fanden, mit so vielen politischen Gruppen einen längeren
für
alle tragbaren Aufruf zu verfassen. Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn
Ihr mit einem eigenen längeren Text und Euren eigenen politischen
Schwerpunkten zu der Demonstration aufruft. Das gilt auch dann, wenn
Ihr
Euch nicht entschließen könnt, Euch als Organisation oder Gruppe unter
den gemeinsamen Aufruf zu setzen. Wir bitten Euch diesen Aufruf unter
interessierten Gruppen möglichst breit zu streuen.
Wenn Ihr als MitunterzeichnerInnen unter dem folgenden Aufruf des
Solidaritätskomitees stehen wollt, bitten wir Euch um dementsprechende
Rückmeldung möglichst bis spätestens zum 30. August 2004. Wir hoffen,
dass Euch das trotz Sommerpause möglich ist. Natürlich ist es auch
später noch möglich, den Aufruf zu unterstützen, immerhin wird es auch
einen ständig aktualisierten Aufruf im Internet und weitere Flugblatt-
und Plakatauflagen geben.
Wenn Ihr bei der Demonstration gern mit einem Redebeitrag vertreten
wäret (was uns freuen würde), teilt uns auch das bitte mit, damit wir
rechtzeitig planen können.
Ein Vorbereitungstreffen werden wir noch rechtzeitig veranstalten.
Meldet Euch bitte, wenn Ihr dazu eingeladen werden möchtet.
Regelmäßig aktualisierte Hintergrundinformationen zum Heidelberger
Berufsverbotsfall findet Ihr unter www.gegen-berufsverbote.de.
Wir freuen uns auf Eure Rückmeldung!
Mit solidarischen Grüßen
für das Solikomitee
(berufsverbot@rotehilfe.de)
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Solidaritätskomitee gegen das Berufsverbot (für Michael Csaszkóczy)
Postfach 10 45 20
69035 Heidelberg
email: info@gegen-berufsverbote.de
Heidelberg, im August 2004
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