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| 15.05.2003 - Blockade in Bayern am 14.05.03 |
| Geschrieben von: anonymous |
| Kategorie: |
Castor/AKW |
Am 14. Mai 2003 rollte früh Morgens ein Castor mit einem Behälter durch Bayern.
Um 8:05, kurz vor Ansbach passierte das für die Polizei unfassbare: Eine Blockade mit ca 20 Leuten.
Die Demonstranten standen auf den Schienen als ein Zug aus der Gegenrichtung an ihnen vorbeifuhr und nach ca 500 Metern auf der Höhe des schnell anrollenden Castors zu Hupen anfing um damit den Castor zu wahrnen.
Ca 1.5 KM vor der Blockade war ein gut sichtbares Transparent mit der Aufschrift "STOPP ! BLOCKADE!" angabracht, das der Zugführer wohl ebenso ignorierte wie das Hupen des Gegenzuges.
"Der Castor machte erst nicht den Anschein zu Bremsen und kam mit einer Affengeschwindigkeit an die Blockade heran" so ein Anwesender.
Als der Castor dann nach ca 20 Metern nach der Blockade zum stehen kam, rannten die Demonstranten an dem Behälter und den 3 mit Polizeieinsatzkräften bestückten Waggons vorbei und setzten sich vor die Lock.
"Nach ca 3 Minuten kam erst ein Polizist raus um nach zu sehen. Weitere 3 Minuten später kamen dann mehrere Einsatzkräfte aus ihren Waggons und dokumentierten mit mindestens 4 Kammeras die Blockade."
Nach ca 5 Minuten rückten Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos (USK) bei einer nahen Landstraße an und unterstützten die an den Schienen befindlichen, noch überraschten, Polizisten.
Nach insgesamt 20 Minuten wurde dann das Gleis von den Polizisten geräumt, was jedoch nicht immer gelang, da die Demonstranten immer wieder versuchten (und schafften) auf das Gleis zu kommen.
Daraufhin wurden sie von den Beamten über ein Feld zu den Einsatzwagen abgeführt.
Wenige Minuten nach dem die Polizisten über das Feld mit jungen Keimlingen die Demonstranten abgeführt hatten kam die Inhaberin des Feldes und fing an die Beamten zu beleidigen (sinngemäßes Zitat: "Ihr blöden Bullen, ihr Schweine !! ...das gibt’s doch nicht... Ihr Arschlöcher !!") was aber von den Polizisten zum Glück in der Aufregung nicht zu ernst genommen wurde.
Die Blockierer wurden dann als der Castor weiterfuhr zur Polizeidirektion Ansbach gebracht, dort verhört und erkennungsdienstlich behandelt. Das Recht auf 2 erfolgreiche Anrufe wurde verweigert.
Einem Kammera-team der Presse von 2 Personen wurde das Filmmaterial noch an Ort und Stelle des Geschehens beschlagnahmt. Die Leute wurden erst nicht verhaftet, dann aber 30 Minuten Später in Ansbach, wobei auch die Handys dieser Beschlagnahmt wurden.
Diese Repression gegen die Presse sollte man als Missachtung und Verletzung des Presserechts und der Pressefreiheit sehen, da es nicht zulässig ist.
Nach insgesamt 7 einhalb Stunden Auf der Wache wurde der letzte der Verhafteten freigelassen.
Auch ein Auto wurde ohne Anwesenheit des Inhabers oder irgendeines Berechtigten über eine Stunde von der Polizei durchsucht.
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