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| 14.10.2004 - Castor-Transport nach Gorleben Anfang November |
| Geschrieben von: king][nothing |
| Kategorie: |
Castor/AKW |
>> Castor-Transport nach Gorleben Anfang November
> Der Zeitplan
Der Castor-Transport nach Gorleben wird in diesem Jahr um einen Wochentag
früher als in den letzten Jahren rollen. Abfahrt in Frankreich ist am
Samstag, den 6.11. Über die französisch-deutsche Grenze soll er am
Sonntag, den 7.11. um die Mittagszeit rollen. Früheste mögliche Ankunft in
Lüneburg wäre dann bei störungsfreiem Betrieb um 3 Uhr am Montagmorgen.
Wird der Zug in bisher üblichen Maße aufgehalten, wäre er erst morgens um
etwa 9 Uhr in Lüneburg. Wie lange er dann von Lüneburg bis Dannenberg
braucht, ist wie immer offen. Der Straßentransport kann im worst case also
schon am Montagabend stattfinden, sonst wäre eher der sehr frühe
Dienstagmorgen wahrscheinlich.
Zwölf weitere Behälter mit hochradioaktivem Müll sollen also auf die Reise
vom französischen La Hague ins Wendland geschickt werden. Überall an der
Strecke wird es vielfältigen Widerstand geben. Ein Teil dieses
Widerstandes trägt den Namen X-tausendmal quer.
> X-tausendmal quer mit großer gewaltfreier Sitzblockade
> auf der Straßenstrecke
Die Kampagne X-tausendmal quer geht bei diesem Gorleben-Castor zurück zu
ihren Wurzeln. Nachdem es im letzten Jahr mit der erfolgreichen
Schienenblockade bei Rohstorf eine Aktion gab, die ausschließlich von gut
vorbereiteten Bezugsgruppen bestritten wurde, wird es diesmal wieder eine
große gewaltfreie Sitzblockade auf der Straße geben, die für alle offen
ist, die sich auch kurzfristig dazusetzen wollen. Trotzdem gibt es
natürlich auch hier wieder einen Kern von Bezugsgruppen. Schließlich hat
sich herausgestellt, dass eine Aktion umso besser funktioniert, je mehr
gut vorbereitete Gruppen daran teilnehmen. Deshalb ist es für X-tausendmal
quer so wichtig, dass sich möglichst viele Leute schon einige Tage vor dem
Tag X zusammentun und die Blockade gemeinsam planen.
Weil der Castor-Zeitplan dieses Jahr nach vorne verschoben ist, wäre es
klug, schon am Freitagabend (5.11.) nach Dannenberg anzureisen.
Anlaufpunkt von X-tausendmal quer ist am Infozelt auf der Essowiese (Wiese
gegenüber der Esso-Tankstelle) in Dannenberg.
> Am Samstag, den 6.11. beginnt um 12 Uhr in Dannenberg
> die gemeinsame Auftaktdemo aller Widerstandsgruppen.
In Dannenberg werden am ganzen Wochenende Bezugsgruppen gebildet, es gibt
juristische Informationen, Blockadetrainings und der SprecherInnenrat von
X-tausendmal quer berät konkrete Aktionskonzepte. Irgendwann rechtzeitig
wird dann in Richtung Straßenstrecke umgezogen. Angemeldet wird eine
Versammlung vor dem Verladekran.
> Neue Bedingungen
Gerade weil in der juristischen Auseinandersetzung um Polizeieinsätze und
Ingewahrsamnahmen in den letzten Monaten große Erfolge erzielt wurden, ist
es durchaus denkbar, dass es in diesem Jahr bessere Möglichkeiten gibt,
den Protest auf die Straße zu bringen. Dafür spricht auch, dass die
Polizei inzwischen ihr Konzept aufgegeben hat, jede Aktion schon im Ansatz
zu unterbinden. Sie wollen weg vom Besatzerimage und gleichzeitig Kräfte
und Geld sparen. Es geht wieder was...
> BeobachterInnen und TrainerInnen gesucht
Um auch für zukünftige juristische Streitfälle gerüstet zu sein, gib es
bei X-tausendmal quer inzwischen eine Gruppe von BeobachterInnen, die sich
die Aufgabe gestellt haben, das Vorgehen der Polizei möglichst umfassend
zu dokumentieren. Diese BeobachterInnengruppe sucht noch Menschen, die
mitmachen möchten. Interessierte könne sich unter 0700-70091000 oder
rechtshilfe@x1000malquer melden.
Wer mithelfen möchte, Bezugsgruppen zu organisieren, Trainings in
gewaltfreier Aktion durchzuführen und SprecherInnenräte zu moderieren,
kann sich in einem Wochenendseminar vom 29. bis 31.10. in Bad
Soden-Salmünster darauf vorbereiten. Genauere Angaben zu den Inhalten
könnt ihr unter http://www.tk-windrose.de/aktuelles herunterladen
> Was ist sonst noch los?
Nicht nur X-tausendmal quer plant Widerstandsaktionen gegen den
Castor-Transport. Schon im Südwesten der Republik wird es unter dem Motto
"Nix tun war gestern" ein Camp und diverse Aktionen geben
(http://www.castor-stoppen.de). Auch in Lüneburg wird wieder ein
Widerstands-Schwerpunkt sein. "Das Dorf als Camp" wird es in Metzingen am
Rande des großen Waldgebietes der Göhrde geben. Ein weiteres Camp wird in
Hitzacker sein. Großer Infopunkt verschiedener Gruppen ist die Essowiese
in Dannenberg. Die wendländische Aktionsgruppe WiderSetzen plant zwei
Blockadepunkte, einen in Langendorf auf der nördlichen Straßenstrecke, den
anderen in Groß Gusborn auf der Südstrecke (Mehr unter
http://www.widersetzen.de). Die Bäuerliche Notgemeinschaft will im
Anschluss an die Auftaktdemo Aktionen auf der Straßenstrecke starten.
Vorgesehen sind auch wieder diverse Kulturveranstaltungen in den Dörfern
an der Strecke, SchülerInnendemos, Waldspaziergänge, Kundgebungen,
Laternenumzüge etc. Genaue Infos dazu kurzfristig im Internet unter
http://www.castor.de oder dann vor Ort.
> Aktuelle Informationen
finden sich demnächst im Internet unter http://www.x1000malquer.de oder
bei der Infotelefonnummer 0431-2108821.
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