Kategorien

Infotexte

Suchen

Login

design   design
 
03.03.2004 - Ittner in Haft
Geschrieben von: 23
Kategorie: Faschismus und Rassismus

NN-Bericht

Ittner in Haft
Neonazi sitzt in Thüringen

Noch vor seinem für Juni geplanten Prozess in Nürnberg steht der Zirndorfer Neonazi Gerhard Ittner übermorgen wegen Volksverhetzung in Gotha (Thüringen) vor Gericht. Bereits seit 21. Februar sitzt er hinter Gittern.

Der 45-Jährige hatte in Nürnberg im vergangenen Jahr mehrere rechtsradikale Kundgebungen angemeldet; Versuche der Sicherheitsbehörden, sie zu verbieten, hatten trotz des in dieser Stadt besonders provozierenden Charakters vor den höchsten Gerichten keinen Bestand. Als er sich Ende Januar vor dem Amtsgericht Gotha verantworten sollte, erschien rund ein Dutzend Rechtsradikaler. Auf die Frage des Richters, wer von ihnen der Angeklagte sei, meldete sich zwar einer aus der Gruppe, verweigerte jedoch alle Angaben zur Person.

Da die Identität des Angeklagten nicht zu klären war, wurde sein Verhalten als Fernbleiben ohne Entschuldigung gewertet. Um ein ordentliches Verfahren zu gewährleisten, erging gegen Ittner drei Wochen später Haftbefehl. Bei einer Veranstaltung in Hessen ging der Rechtsradikale der Polizei ins Netz. Nun wartet er in der Haftanstalt Suhl auf den eintägigen Prozess, in dem er nur wegen eines Falles von Volksverhetzung angeklagt ist und vermutlich mit einer vergleichsweise milden Strafe davonkommt  sehr zum Leidwesen der Nürnberger. Denn erst wenn Ittner rechtskräftig zu einer schwerwiegenderen Strafe verurteilt ist, besteht die Chance, dass sich seine Kundgebungen künftig wirksam verbieten lassen. woh

Dieser Artikel wurde 2941 mal gelesen.
   
 
design   design


Kommentare
Geschrieben von Informant am 03.03.2004 um 18.46 Uhr:
Laut einem Nazi-Schwein ist Ittner wieder frei.

 

Geschrieben von mir am 04.03.2004 um 17.22 Uhr:
wann isn der prozess???
mfg muhkuh
 

Geschrieben von Frank am 07.03.2004 um 20.52 Uhr:
Das hab ich auf www.trimondi.de über Ittner gefunden. Die Nazis übernehmen jetzt also auch die spirituelle Schiene...

INDIEN, NATIONALSOZIALISMUS

und NEOFASCHISMUS

Die Deutschen als Vollstrecker der Bhagavadgita ?

Dass die im SS-Ahnenerbe kultivierte Pflege einer arischen Indologie im Neofaschismus weiterverfolgt wird und zwar keineswegs nur „okkultistisch“, sondern ebenfalls „religionswissenschaftlich“ zeigt ein hier vorliegender Aufsatz von Gehard Ittner (vom 9. Nov. 2000) über die Bhagavadgita. Ittner, engagierter Neo-Nazi, der mehrere Semester Sanskrit studiert hat, sieht in dem indischen Kriegsgedicht ein arisches Kulturdokument.

Der indische Dharma-Begriff wird von ihm als rassistisches Wertesystem gegenüber der „Judenreligion“ herausgestellt: „Dharma ist der Zentralbegriff der arischen Philosophie, welche die Materie geistig durchdringt und erhöht, ohne sie zu negieren oder gering zuschätzen. Gerade darin unterscheidet sie sich von der primitiv materialistischen, geistlos erbärmlichen Judenreligion, welche unter Einsatz von verschlagener, hinterhältiger Tücke und List allein auf Ausbeutung der Erde und gierigen Profit aus ist, zu welchem Zwecke sie sich in erster Linie des Völkermordes bedient.“ (Zitat) Um die arische Herkunft Christi zu herauszuarbeiten, wird dieser als Dharma-Anhänger dargestellt: „Da Jesus Christus die Juden so als Erzfeind des dharma zu erkennen glaubte, sie offen durchschaute und ihnen die Maske herunterriss, ließen diese ihn umbringen.“ – Auch das wurde schon unter im Dritten Reich behauptet. Es nun folgenden Darlegungen machen die Juden zu den eigentlichen Urhebern des Völkermordes und leugnen den Holocaust.

Gegenüber dieser jüdischen „Verbrecherwelt“ steht das erbarmungslose Kriegerethos, das Krishna den Feldherrn Arjuna in der Bhagavadgita lehrt. Ittner stellt nun die archaische Krieger-Ideologie des indischen Gedichtes mit mehreren martialischen Zitaten vor. Die Haltung, welche der Arier als „Handelnder“ einzunehmen habe, drücke am besten Gita 2:38 aus: „Rüste dich zum Kampfe indem dir Freude und Leid, Gewinn und Verlust, Sieg und Niederlage gleichviel für deine Seele geworden sind und stürze dich in die Schlacht. So wirst du nicht in Schuld geraten.“ Wie Wüst, Hauer und andere in den 30er und 40er Jahren glaubt Ittner heute, dass die Deutschen die auserwählten Erben der altindischen Kriegertradition seien: „In keinem modernen Volk verkörpert sich (wenn auch seit dem 8. Mai 1945 vorübergehend verdunkelt) jener in der Bhagavadgita geforderte arische Geist des Handelns so sehr wie im deutschen, das vor allen anderen die Fähigkeit besitzt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun, wenn es die Pflicht dem dharma gegenüber gebietet. - Der Schutz des dharma ist die Pflicht des arischen Kriegers.“ – Das ist durchaus dieselbe Position, die auch im SS-Ahnenerbe vertreten wurde. Gerhard Ittner diskutiert über diese Fragen mit Horst Mahler. Beide haben die NPD verlassen, weil sie ihnen nicht radikal genug ist.

Ganz im Gegensatz zu anderen rechtsradikalen Indologen erklärt Ittner den Buddhismus zu einer Verfallsform der arischen Urreligion: „Vor allem aber entfernt sich gerade mit dem Buddhismus der vedische Genius von der arischen Bindung zur weltzugewandten und entschlossenen Tat (karma)“. Auf die Buddhismus-Debatte in der SS sind wir in unserem Buch „Hitler-Buddha-Krishna“ ausführlich eingegangen und wir konnten zeigen, dass Walther Wüst (Kurator des SS-Ahnenerbe), der Indologe Jakob Wilhelm Hauer und der NS-Rassenpapst Hans Friedrich Karl Günther aber vor allem auch Heinrich Himmler den Buddhismus als arisches Urerbe interpretierten und in ihre Ideen von einer rassistischen Religionskonstruktion miteinbezogen.

 

 

 


Name:
Mail: (optional)
Text:
CheckCode: ->
   

 

 

Szene-News