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| 15.03.2004 - NN-Artikel zum Schulstreik |
| Geschrieben von: tammo |
| Kategorie: |
Bildungswesen |
Kritik an Wolz
GEW wirft dem Referenten Einschüchterung von Schülern vor
Der Konflikt um die morgige Schüler-Demonstration gegen Einsparungen im Bildungsbereich schaukelt sich hoch: Nach der Kritik von Schulreferent Dieter Wolz sowie der Schüler-Union wirft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Wolz nun „Einschüchterungsstrategie“ vor.
Es sei „beschämend“, welch negatives Bild der städtische Schulreferent von den Jugendlichen zeichne. Den Gymnasiasten gehe es nicht um eine „politisch verbrämte Form des Blaumachens“, sondern um ein Lernen unter zumutbaren Bedingungen. Der Streit hatte sich am Zeitpunkt der Demonstration vor der Lorenzkirche entzündet. Die Veranstaltung ist auf 12 Uhr angesetzt, so dass Teilnehmer Unterrichtszeit ausfallen lassen.
Wolz wies alle städtischen Schulleiter an, „eine einheitliche Linie zu fahren“ und Schülern wie Lehrern deutlich zu machen, dass sie mit Konsequenzen rechnen müssten, wenn sie sich vor Schulschluss an der Aktion beteiligten. Der hauptamtliche Stadtrat hatte die Initiatoren des Schülerstreiks als „selbst ernannte externe Autoritäten“ bezeichnet, die keine Entscheidungsbefugnis hätten, „wann bei uns Unterricht stattfindet“.
„Schlichtweg Unsinn“
„Das ist schlichtweg Unsinn“, kontert GEW-Sprecher Jonas Lanig, hinter der Aktion stehe auch die Stadt-SMV sowie als Initiatoren die mittelfränkischen Bezirksschülersprecher, ein vom Kultusministerium anerkanntes Organ der Schülermitverwaltung. Mit seiner Einschüchterungsstrategie beschädige Wolz das demokratische Klima an den Schulen.
Empört über den Schulreferenten zeigte sich auch die „Gewerkschaft der SchülerInnen und StudentInnen in Nürnberg“ (GSN). „Wir wollen noch einmal ein starkes Signal nach München senden,“ sagte der GSN-Vorsitzende Titus Schüller, „deshalb greifen wir zu einem radikaleren Mittel, einer Demonstration während der Schulzeit.“ hv
15.3.2004 0:00 MEZ
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