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| 25.06.2003 - PM: Deutsch-französische Protestkundgebungen gegen Atomtransporte |
| Geschrieben von: no-war |
| Kategorie: |
Castor/AKW |
AtomkraftgegnerInnen demonstrieren am 2. Juli (Termin noch unter Vorbehalt)
ab 18h30 am Bahnhof von Metz gegen einen Atommüllzug
Die Atomlobby kennt keine Grenzen, die AtomkraftgegnerInnen auch nicht! AKW-GegnerInnen aus Deutschland und Frankreich arbeiten bereits seit einigen Jahren zusammen gegen die grenzüberschreitenden Atomtransporte und gegen die Endlagerstätten im lothringischenBure und im niedersächsischen Gorleben. Aktuell planen sie zwei gemeinsame Aktionen gegen Atomtransporte. Eine davon setzt am Anfang der "Brennstoffspirale" an und richtet sich gegen einen Transport von Uranhexafluorid, das der Herstellung von Kernbrennstoff für Atomkraftwerke dient. Die andere Aktion betrifft einen Transport hochradioaktiver abgebrannter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zu den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague in der Normandie und Sellafield an der britischen Westküste.
Die Bahnstrecken werden regelmäßig von Atomtransporten befahren, die im Falle eines Unfalls unabsehbare Folgen haben können. Etwa einmal im Monat wird eine große Ladung Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken nach la hague gebracht, um dort "aufgearbeitet" zu werden. In Wirklichkeit handelt es sich bei der "Wiederaufarbeitung" um die Extraktion von Plutonium. Das extrem giftige Plutonium hat zwei "Anwendungen", die beide katastrophale Folgen für aktuelle und zukünftige Generationen haben: die Atombombe und die Verarbeitung zu sog. "MOX" (Uran-Plutonium-MischOXid)-Brennstoff, der als noch gefährlicherer und nicht weiter verwendbarer atomarer Abfall endet. Der auf dem Reißbrett bereits existente neue deutsch-französische Reaktortyp EPR (European Pressurized Reactor) soll zu 50% mit MOX-Brennstoff betrieben werden. Eine Entscheidung über seinen Bau steht in Frankreich im Herbst diesen Jahres an.
Das Problem des Verbleibs der atomaren Abfälle bleibt unlösbar. Dennoch laufen auch in Deutschland, wo es im Unterschied zu Frankreich einen sog. "Ausstiegsbeschluss" gibt, die Atomkraftwerke ungehindert weiter und werden in der sog. "Restlaufzeit" noch einmal fast die gleiche Menge Atommüll produzieren wie bisher.
Es ist höchste Zeit, die Sackgasse Atomkraft zu verlassen, die uns vergiftet und zukünftigen Generationen in unvertretbarer Weise Lasten aufbürdet. Der internationale Widerstand dagegen wird weitergehen, bis dieses Ziel erreicht ist.
Die deutschen und französischen AtomkraftgegnerInnen laden ein, sich um 18h30 am ersten Transporttag im Juli am Bahnhof von Metz zu versammeln. Nach dem derzeitigen Informationsstand wird das am 2. Juli sein. Aktuelle Informationen hierzu unter: www.atomplenum.de/stop-transports .
Deutsche und französische AtomkraftgegnerInnen stellen sich quer!
Pressekontakt:
Stéfan Scheloske:
(auch am Aktionstag)
Corinne François (Réseau "Sortir du nucléaire" / frz. "Netzwerk Atomausstieg") :
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Weitere Informationen im Internet: http://www.atomplenum.de/stop-transports
Ablauf der Aktionen gegen den Atommüllzug am 2.Juli 2003 (Aktionsdatum noch unter Vorbehalt):
Es wird zwei Schwerpunkte geben:
- ab 18h: Protestversammlung am Bahnhof von Metz mit Flugblattverteilung, Transparenten,.... Die Presse ist ab 18h30 eingeladen. Auswärtige DemonstrantInnen werden ab 16h durch eine Vor-Ort-Präsenz empfangen.
- ab 21h bis Mitternacht bzw. open-end: Protestaktion entlang der Bahnstrecke. Der genaue Treffpunkt wird noch auf der Internetseite bekannt gegeben bzw. kann erfragt werden
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