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20.08.2005 - Review zum 20.08.05 in Nürnberg: Presseerklärung der Polizei MiFra
Geschrieben von: tammo
Kategorie: Sonstiges

Dies ist eine exakte Kopie der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken und nach zu lesen auf: http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_story.htx?nr=714830


POL-MFR: (1222) Versammlungsgeschehen am 20.08.2005 in Nürnberg

20.08.2005 - 19:57 Uhr

Nürnberg (ots) - Am 20.08.2005 führte die NPD ihre
Wahlkampfveranstaltung durch. Von der Stadt Nürnberg war die Auflage
erteilt worden, dass nur eine stationäre Versammlung von 13.00 Uhr
bis 18.00 Uhr am Nelson-Mandela-Platz stattfinden dürfe. Die
diesbezügliche Beschwerde der NPD wurde vom Verwaltungsgericht
Ansbach verworfen.

An der NPD-Versammlung, die gegen 14.40 Uhr begann, nahmen ca. 350
Personen teil. Etwa 300 Gegendemonstranten des linken Spektrums
befanden sich jenseits der Absperrung und protestierten lautstark.
Die Veranstaltung wurde um 17.10 Uhr beendet, danach erfolgte die
Abreise der NPD-Teilnehmer meist mit Bussen.

Der Nürnberger Polizei ist es gelungen mit starken Kräften und
Gitterabsperrungen ein Aufeinandertreffen der beiden Gruppierungen zu
verhindern, so dass es zu keinerlei Übergriffen kam.

Die vom Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Maly,
aufgerufene Kundgebung gegen Neonazis fand von 14.00 Uhr bis 14.30
Uhr vor der Lorenzkirche statt. Es nahmen daran neben dem Bayerischen
Innenminister Dr. Beckstein bis zu 1500 Bürger teil. Die
Veranstaltung verlief völlig störungsfrei.

Gruppierungen des linken Spektrums in Nürnberg, die zum Teil nach
Veranstaltungsende in Wunsiedel von dort Zulauf erhielten, zogen
stundenlang noch durch die Südstadt. Eine Spontandemo, an der bis zu
400 Personen teilnahmen, führte vom Aufseßplatz zum Plärrer und
weiter zum Jamnitzer Park in Gostenhof, wo sich der Aufzug auflöste.

Bis gegen 20.00 Uhr wurden in der Südstadt zwei abgestellte Pkw
mutwillig beschädigt, eine Glasscheibe einer Bank am Aufseßplatz
eingeworfen, mehrere Glascontainer umgeworfen und das
Lautsprecherfahrzeug der NPD mit einer Flasche beworfen. Ein
Polizeibeamter wurde genauso wie der Vorsitzende der NPD Sachsen
bespuckt, weshalb es zum Pfeffersprayeinsatz von Polizeibeamten kam.
11 Personen wurden wegen versammlungsrechtlichen Verstößen
(Vermummung) angezeigt. Ein Mann wurde nach einem Steinwurf gegen
Polizeibeamte festgenommen. Vor einer Innenstadtgaststätte wurde ein
Müllbehälter in Brand gesetzt, der von der Feuerwehr gelöscht werden
musste. In der Allersberger Straße blockierten die Demonstranten für
einige Zeit die Straßenbahn.

Insgesamt wurden 14 Personen vorläufig festgenommen, die nach
erfolgter Sachbearbeitung inzwischen alle wieder auf freien Fuß
gesetzt worden sind.


ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6013

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Pressestelle

Telefon: 0911/211-2011/-2012
Fax: 0911/211-2010
http://www.polizei.bayern.de/ppmfr/welcome.htm

Dieser Artikel wurde 2756 mal gelesen.
   
 
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Kommentare
Geschrieben von isdochauchegal am 21.08.2005 um 18.06 Uhr:
"Bis gegen 20.00 Uhr wurden in der Südstadt zwei abgestellte Pkw
mutwillig beschädigt, eine Glasscheibe einer Bank am Aufseßplatz
eingeworfen, mehrere Glascontainer umgeworfen und das
Lautsprecherfahrzeug der NPD mit einer Flasche beworfen. Ein
Polizeibeamter wurde genauso wie der Vorsitzende der NPD Sachsen
bespuckt, weshalb es zum Pfeffersprayeinsatz von Polizeibeamten kam."

Das sind ja mega-riots für Nürnberg.
Und Bespucken rechtfertigt also Einsatz von chemischen Kampfstoffen, die in Kriegen(!) verboten sind. Was machen die wohl, wenn jemand nem Bullen einen Kinnhaken verpasst? Mit Atombomben werfen?
 

Geschrieben von Andi G. Wehre am 21.08.2005 um 21.21 Uhr:
Also ich find das auch ziemlich krass... vorallem das so ein übergriff der polizei in einer offiziellen pressemitteilung nicht durch etwas anderes begründet wird, sondern wirklich auf das bespucken zurückzuführen ist..
Da ist das oberste Gebot der Polizei doch echt gebrochen worden: Verhältnismässigkeit
 

Geschrieben von äöü am 25.08.2005 um 22.24 Uhr:
Das oberste Gebot eines Polizisten ist seinen Befehlen zu gehorchen.
 

 

 


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